Haiti: Wiederaufbau gerät immer wieder ins Stocken
|
|
Meldung vom: 08.07.2010
Sechs Monate nach dem furchtbaren Erdbeben in Haiti herrschen in dem Karibikstaat immer noch katastrophale Zustände. Über eine Million Menschen hausen nach wie vor in provisorischen Zeltstädten und benötigen täglich Überlebenshilfe. Der Wiederaufbau gerät immer wieder ins Stocken. 
Das Land sei nach wie vor in Not, berichten Hilfsorganisationen vor Ort. Insgesamt habe man rund 1.200 Camps errichtet. Doch die
Unterkünfte aus Zelten und Plastikplanen können ihre Bewohner kaum vor Wirbelstürmen und Regen schützen. In der Karibik hat die diesjährige Hurrikan-Saison im Juni angefangen. Sie währt bis November.
Der Wiederaufbau gestaltet sich mühsam, da die Regierung in Haiti die
Vorgänge immer wieder blockiert. Die Situation ist kompliziert. Gelder sind zwar angekommen, aber jedes Wiederaufbauprojekt benötigt besondere
Genehmigungen der Regierung. Und die
werden nur zögerlich oder überhaupt nicht vergeben. Die Absegnung dieser Anträge wird von Woche zu Woche verschoben. Die Verwaltung der Gelder gestaltet sich schwierig, da ein Konzept, wie man das Geld investieren soll, bisher fehlt. Die Regierung macht keine Vorgaben und ergreift nicht die Initiative.
Gebende Hände unterstützt Hilfseinrichtungen in Haiti, die unabhängig von der Regierung operieren und die
Hilfe ohne bürokratische Umwege den Notleidenden zugute kommen lässt.
Die UN geht von 250.000 bis 300.000 Erdbebenopfern aus. Gemessen an der Opferzahl ist das Beben das tragischste in der Geschichte Nord- und Südamerikas. Weitere 300.000 Menschen erlitten Verletzungen, und Zerquetschungen. Vielen mussten Gliedmaßen amputiert werden. Die Rehabilitation dieser Verletzten schreitet nur sehr langsam vorwärts. Rund anderthalb Millionen Menschen verloren ihr Obdach und leben derzeit in Zelten.
[<] zurück zur Übersicht
Quelle: Gebende Hände-Redaktion; nach einem Bericht von nachrichten.ch
Schlagwörter: Haiti, Wiederaufbau, Erdbeben, Erdbebenopfer, Zelte, Regierung, Genehmigungen, Hurrikan, Hurrikansaison, Bürokratie