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Kenia: Frauen in Slums benötigen mehr Schutz

Meldung vom: 21.07.2010

Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International (AI) hat sich für wirksamere Schutzmaßnahmen für Frauen in den Slums von Kenia ausgesprochen. Weitaus mehr Frauen als Männer fielen körperlicher und sexueller Gewalt zum Opfer, erklärte Godfrey Odongo, Forscher für Amnesty in Ostafrika. Er stellte am 7. Juli seinen Bericht zur Lage von Slumbewohnerinnen in Kenia vor.


Die Pläne der kenianischen Regierung, Lebens- und Wohnverbesserungen in den Slums innerhalb der nächsten 20 Jahre vorzunehmen, seien zwar eine gute Initiative. Für die Frauen und Kinder, die oft kilometerweit zu den wenigen Latrinen der Großstadtslums laufen müssen und sich damit in Gefahr begeben, müssten aber schnellere Lösungen gefunden werden.

Nach UN-Schätzungen leben allein in der kenianischen Hauptstadt Nairobi 60 Prozent der Einwohner in Slums. In der Regel haben sie keinen Zugang zu sauberem Wasser, Strom oder Kanalisation. „Viele Frauen wagen sich mit Einbruch der Dunkelheit nicht mehr aus dem Haus, weil in den Gassen kriminelle Banden regieren“, klagt Doreen Wanjiru, die in Kibera, dem größten Slum Nairobis, in einem Beratungszentrum für Frauen tätig ist. „Wer nach 18.00 Uhr eine öffentliche Toilette oder Dusche aufsucht, riskiert, vergewaltigt zu werden.“ Jeden Tag bekämen sie im Zentrum Fälle von Vergewaltigungen mit, auch wenn viele Frauen aus Scham nicht den Mut haben, zu reden oder die Fälle anzuzeigen.

Zur Verbesserung der Sicherheit von Frauen und Kindern fordert Amnesty insbesondere die Verbesserung der sanitären Einrichtungen in den Slums und die Eröffnung mehrerer Polizeistationen. So gäbe es in Kibera trotz einer Bevölkerung von etwa einer Million Menschen immer noch kein örtliches Polizeirevier.


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Quelle: Gebende Hände-Redaktion; nach einem Bericht von „Vorarlberg online“

Schlagwörter: Kenia, Frauen, Menschenrechte, Amnesty International, Slums, Slumbewohnerin, Polizeistation, sanitäre Anlagen, Vergewaltigung, Opfer, Nairobi, Kibera

 
 
 
 


 
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