Uganda: Westerwelle bei Gipfeltreffen der Afrikanischen Union
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Meldung vom: 27.07.2010
Staats- und Regierungschefs der 53 Mitgliedstaaten der Afrikanischen Union (AU) haben sich in der ugandischen Hauptstadt Kampala zu ihrem jährlichen Gipfel eingefunden. Beeinträchtigt wird das Treffen von den Terroranschlägen vor zwei Wochen in Kampala mit mehr als 70 Toten. AU-Kommissionspräsident Jean Ping bezeichnete das Attentat als einen „abscheulichen Angriff“. 
Auf dem Gipfel soll vor allem die
Bekämpfung der Mütter- und Kindersterblichkeit auf dem Kontinent im Fokus stehen, die in Afrika höher als sonst auf der Welt ist. Zudem werden Maßnahmen zur
Stabilisierung Somalias besprochen. Die somalische Übergangsregierung des gemäßigten Islamisten Sheik Sharif Ahmed kann den radikalislamischen Milizen kaum mehr Widerstand leisten. Eine dieser Gruppen, die
Al-Shabaab-Miliz, hatte sich für die Selbstmordanschläge in Kampala verantwortlich gezeigt.
Bereits in den vergangenen Tagen, als die AU-Staaten auf Ministerebene tagten, haben Dschibuti und Guinea zugestimmt, die AU-Friedenstruppen in Somalia mit Soldaten aufzustocken. Derzeit sind im Rahmen der AMISOM-Mission rund
6.000 Soldaten aus Uganda und Burundi in dem Krisenstaat am Horn von Afrika im Einsatz.
Der mit internationalem Haftbefehl wegen Völkermords gesuchte sudanesische Präsident
Omar al-Baschir hatte seine Teilnahme kurzfristig abgesagt. Al-Baschir war trotz zweier Haftbefehle des
Internationalen Strafgerichtshofs in Den Haag wegen Kriegsverbrechen in der sudanesischen Region Darfur zu dem Gipfel eingeladen worden.
Auch der ägyptische Präsident Husni Mubarak erschien nicht auf dem Gipfel. Die Kairoer Tageszeitung
Al-Shurouq zitierte in ihrer Internet-Ausgabe einen Mitarbeiter des Präsidenten, der als Grund für
Mubaraks Fernbleiben „Sicherheitsbedenken“ anführte. Er entkräftete damit Vermutungen über angebliche Gesundheitsprobleme des 82-Jährigen.
Auch der deutsche Außenminister
Guido Westerwelle (FDP) erschien zu den Gipfeltreffen. Er hat vor den Außenministern der
Afrikanischen Union (AU) als erster deutscher Außenminister eine Rede gehalten. Zuvor gedachte Westerwelle mit einer Kranzniederlegung der Opfer des Terroranschlags in Kampala während der Übertragung des Fußballweltmeisterschaft-Finales am 11. Juli.
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Quelle: Gebende Hände-Redaktion; nach einem Bericht von „Welt Online“
Schlagwörter: Uganda, Gipfeltreffen, Kampala, AU, Afrikanische Union, Jean Ping, Attentate, Anschläge, Mubarak, Omar al-Baschir, Guido Westerwelle, AMISOM