Startseite
Unsere Hilfsprojekte
Projekte in Afrika
Projekte in Mittelamerika
Projekte in Asien
Projekte in Europa
Globale Projekte
Katastrophenhilfe- Projekte
Kleine Projekte
Abgeschlossene Projekte
Projekt in Pakistan
Projekt in Ruanda
Wichtige statistische Angaben
Geschichte und Problematik
Wie hilft Gebende Hände?
Nachruf für Rosamond Carr
Bilder-Galerie
Nachrichten
Projekt in Somalia
Projekt in Sri Lanka
Projekt in Südafrika
Alle GH-Hilfsprojekte
News aus dem Projektumfeld
Videos zu unseren Hilfsprojekten
Länder-Datenbank
Über Gebende Hände
Kontakt und Service
Impressum
Spenden und Helfen
Unser Service für Sie
Kontakt: [zum Formular]

Material: [bestellen]
Geschenke: [bestellen]
Newsletter bestellen
[zur Anmeldung]
Schnellsuche
Suchbegriff:


 



Wie hilft <em>Gebende Hände</em>?


Der grausame Völkermord in Ruanda hat viele Kinder als Waisen zurückgelassen. Teils waren aber auch tödlich verlaufende Krankheiten bei den Eltern der Grund. Andere wurden ausgesetzt, weil ihre Mütter zu arm waren, um sie zu ernähren. Jedenfalls gab es in Ruanda so viele Waisen und ausgesetzte Kinder, dass Gebende Hände etwas zu ihrer Hilfe unternehmen mußte.

 

Zwei kleine Waisenhäuser waren bereits durch private Initiativen entstanden, zu denen wir Kontakt aufnahmen, um durch unsere Unterstützung eine effektive und langfristige Versorgung von Hunderten von Waisen zu ermöglichen:


Das Waisenhaus Mpore

Der vollständige Name des Waisenhauses ist „Mpore PEFA Children‘s Home“. „Mpore“ bedeutet in der ruandischen Sprache: „Mein tiefstes Mitleid für die tragischen Umstände in deinem Leben“. Aufgebaut und geleitet wurde es von Pfarrer Ngondo Jean-Marie Vianney und seiner Frau, die „Mama Eric“ genannt wird, denn ihr ältester Sohn heißt Eric. Sie hat vier Söhne und vier Töchter. Finanziert wird das Waisenhaus durch die monatlichen Zuwendungen von Gebende Hände seit März 1996.

 

Momentan leben dort 44 Waisenkinder. Einige von ihnen haben all das Grausame, das ihrer Familie angetan wurde, mit eigenen Augen gesehen. Manche tragen an ihrem Leib noch die Narben von den Macheten, mit denen andere Familienangehörige niedergemetzelt oder sogar enthauptet wurden. Es hat teilweise Jahre gedauert, bis die Kinder überhaupt fähig waren, über diese schrecklichen Erlebnisse zu sprechen.

 

Das Waisenhaus hat acht Mitarbeiter: das Leiterehepaar, vier Betreuerinnen für die Kinder, einen Koch und einen Wächter (für die Nachtstunden). Die Kinder bekommen täglich drei Mahlzeiten, was pro Kind pro Tag knapp einen Euro kostet. Ungefähr die Hälfte von ihnen geht auf weiterführende Schulen.

 

Durch die finanzielle Unterstützung von Gebende Hände konnten 2005 neue Waisenheim- Gebäude an einem besser gelegenen Ort in der Hauptstadt Kigali errichtet werden. Dort sind die Kinder und ihre Betreuer im Februar 2006 mit großer Freude eingezogen. Die alten Gebäude waren sehr klein und beengt und in dem hügeligen Teil von Kigali auch ungünstig gelegen, ohne Zugang über eine befestigte Straße.

 

Im Januar 2006 erreichte uns die erschütternde Nachricht, dass Ngondo Vianny, der Direktor des Waisenheims, zur großen Trauer seiner Familie und vieler Freunde gestorben ist. Nach der Beerdigung wurde seine Witwe, Mama Eric, von allen anwesenden einheimischen Leitern übereinstimmend gebeten, die Leitung des Waisenheims zu übernehmen. Da ihr Mann schon einige Zeit lang wegen gesundheitlicher Probleme die tägliche Arbeit im Waisenhaus nicht mehr hatte weiterführen können, war sie eingesprungen. So ist es naheliegend, dass sie der Arbeit nun vorsteht.


Das Waisenhaus Imbabazi

Die Geschichte, wie und warum es entstand, hat die Gründerin, Rosamond Carr, in ihrem Buch „Land der tausend Hügel – Mein Leben in Afrika“ erzählt, veröffentlicht im Jahr 2000 vom Diana Verlag. Als Rosamond Halsey wurde sie in South Orange, New Jersey (USA) geboren. 1949 hatte sie ihr Leben in den sog. gehobenen Kreisen von Manhattan aufgegeben und war mit ihrem Ehemann, dem Großwildjäger, Filmemacher und Abenteurer Kenneth Carr, nach Westafrika ausgewandert. Nach der Scheidung von ihrem viele Jahre älteren Mann und einem harten, arbeitsreichen Leben als Pflanzenzüchterin, gründete die damals 82-jährige nach dem Völkermord auf ihrem eigenen Grundbesitz in Ruanda 1994 das Waisenheim Imbabazi. Es ist ein Heim, in dem nicht unterschieden wird nach Herkunft und Rasse. Tutsi- und Hutu-Kinder leben dort einträchtig beieinander.

 

„Imbabazi“ bedeutet in der ruandischen Sprache: „Ein Ort, an dem du all die Liebe und Fürsorge erfährst, die eine Mutter geben kann“. Zunächst wurden Kriegswaisen von ihr aufgenommen, später auch Kinder, die aus anderen Gründen ihre Eltern verloren hatten. In ihrem Buch berichtet Rosamond vom schweren Schicksal einiger Kinder.

 

Als 1998 wieder Kämpfe aufflammten, zog Frau Carr aus Sicherheitsgründen mit allen Waisenkindern in ein gemietetes Haus in der Stadt Gisenyi. 2005 schrieb sie uns, dass sie nun, nach sieben Jahren, wieder zurückkehren würden. Mugongo, ihre Farm, sei wieder ein sehr friedlicher Ort, und alle Kinder – aktuell 120 – seien hier zusammen. Sie haben eine Kuhherde, es wurden neue Schlafräume gebaut, und – es muss nun keine Miete mehr gezahlt werden. Für so viele Kinder zu sorgen, ist keine leichte Aufgabe.

 

Am 29. September 2006 starb Rosamond Carr im Alter von 94 Jahren und wurde im Garten ihrer geliebten Farm beigesetzt. Sembagare Munyamboneza, ihr langjähriger Mitarbeiter (bisher stellvertretender Direktor des Waisenhauses), führt nun die Arbeit weiter.

 


Seit 2009 ohne Förderung von Gebende Hände

Im Verlauf des Jahres 2008 musste Gebende Hände Maßnahmen ergreifen, um die Projektausgaben zu begrenzen, weil die Spendeneinnahmen zurückgegangen waren. Im Gespräch mit den Waisenheim-Verantwortlichen in Ruanda zeigten sich Möglichkeiten, dies umzusetzen, ohne den Fortbestand der Arbeit zu gefährden:

 

Das Waisenhaus Mpore konnte eine andere befreundete Hilfsorganisation dafür gewinnen, die langjährige Förderung von Gebende Hände zu übernehmen. Von dort waren auch bisher schon kleinere Zuschüsse geleistet worden. Damit bleibt für die Waisenkinder alles beim Alten. Erwachsen gewordene Kinder scheiden aus, sobald sie sich selbst versorgen können. Andere, die ihre Eltern verloren haben (meist wegen AIDS), werden neu aufgenommen.

 

Für das Waisenhaus Imbabazi stellt sich die Situation anders dar. Die Zahl der betreuten Waisenkinder sinkt stark, weil die ältesten Kinder, die während der Zeit des Genozids ihre Eltern verloren, inzwischen erwachsen sind. Da nach dem Tod der Gründerin keine neuen Waisenkinder mehr aufgenommen wurden, geht die Zahl der Kinder, die betreut werden müssen, Jahr für Jahr zurück. Gebende Hände war 2006 noch für die Kosten der Gebäude-Renovierung und der Errichtung einer Krankenstation aufgekommen. Jetzt verbleiben nur noch die regelmäßigen Kosten für den Unterhalt der Waisenkinder, die nun durch einen Freundeskreis aus der Heimat der verstorbenen Waisenhausgründerin ohne Hilfe von Gebende Hände getragen werden können.


 

[ » Nachruf für Rosamond Carr ]
 
 
 


 
Gute Gründe für Ihre Spende an Gebende Hände:

Genaue Projekt-Kontrolle:
Die Verwendung der Projektgelder vor Ort wird von Gebende Hände lückenlos überprüft. Projektberichte, Fotos und telefonische Besprechungen ergänzen gelegentliche Besuche der Projekte vor Ort, um den Fortschritt der Arbeit zu begutachten und die Leiter zu unterstützen. [mehr]

News aus dem Umfeld unserer Projekte
[zur Übersicht]
Videos aus unseren Projekten
[zur Video-Übersicht]
Online spenden
[mehr Infos]    [jetzt spenden]
Copyright © Gebende Hände 2005-2012 | Impressum | Sitemap | Druck-Ansicht dieser Seite