



Seit 2000 ist Rumänien Nato-Mitglied und seit 2007 auch Mitglied der Europäischen Union. Das bedeutet aber nicht, dass keine Hilfe mehr nötig wäre. Manch einer hat noch die Fernsehbilder der erbärmlichen Kinderheime aus kommunistischer Zeit vor Augen. Und heute gilt: Wer nicht erfolgreich in der Marktwirtschaft ist, der fällt meistens durch alle sozialen Netze. Leidtragende sind – wie so oft – Kinder ohne Eltern oder mit schwierigen Elternhäusern.
Genau bei ihnen setzt die Hilfe von Gebende Hände an. Wir unterstützen das Kinderheim „Casa Dorca“ in Prilipet, eine Autostunde südlich von Timisoara gelegen, das unter der Aufsicht von Pastor Ghita Shinteie steht. Oberstes Ziel der Unterstützung ist, zum einen das Kinderheim auf einen technisch und baulich guten Stand zu bringen. Dazu gehören die Erneuerung der sehr alten und nicht mehr betriebssicheren Heizungsanlage, der Einbau moderner energiesparender Fenster, die Instandsetzung des Daches, die Erneuerung von Inneneinrichtung und sanitären Anlagen. Zum anderen sollen die Kinder lernen, wie man in einem normalen Haushalt lebt. Also gehört auch ein Stall mit Hühnern und Schweinen dazu. Ganz wichtig ist die eigene Trinkwasserversorgung mit einem Brunnen und entsprechender Kläranlage.
Mit großer Liebe werden die Kinder durchs Leben begleitet, sie werden unterstützt und auch nach ihrer Volljährigkeit solange betreut, bis sie Berufsausbildung oder – im Einzelfall – sogar Studium beendet haben.
Die monatlichen Zuwendungen durch den rumänischen Staat – sie betragen derzeit 17 Euro pro Kind – reichen natürlich bei weitem nicht, wenn man eine qualitativ hochwertige Betreuung der Kinder gewährleisten will. Es werden dann fast 60 Euro benötigt. Hier unterstützt Gebende Hände das Heim mit regelmäßigen Zuwendungen. Darüber hinaus kostet die Modernisierung des Gebäudes sehr viel. Diese Gelder könnten unmöglich in Rumänien selbst aufgebracht werden. Auch hier hilft Gebende Hände mit projektbezogenen Zuschüssen.
Im Frühsommer 2005 gab es wieder einen Rückschlag: die rumänische Jahrhundertflut hat die hauseigene Trinkwasserversorgung verunreinigt und die Heizung beschädigt. Ganz zu schweigen von den Verwüstungen auf dem Grundstück und im Garten. Hier wird Gebende Hände kurzfristig weitere Mittel zur Verfügung stellen.
Mit großem Engagement begleitet und unterstützt Dipl.-Ing. Klaus Schirrmacher im Auftrag von Gebende Hände die Arbeit in Prilipet. Er berät die Leitung des Heimes in allen Fragen der Modernisierung und packt, wenn er vor Ort ist, gerne auch selbst mit an.