



Nach der Flutkatastrophe kann man die Hilfe von Gebende Hände mit einem Dreischritt vergleichen. Direkt nach der Flutkatastrophe haben einheimische Partner die Situation vor Ort erkundet und herausgefunden, wo Hilfe am nötigsten ist und wo kaum größere ausländische Hilfsorganisationen hinkommen.
So wurde in der Region um Tangalla und Hambantota (etwa 200 km südlich von Colombo) die Not leidende Bevölkerung in einem ersten Schritt mit allem, was zum Überleben notwendig ist, versorgt. Wir verteilten Zelte, Decken, Kochgeschirr und Lebensmittelpakete.
In einer zweiten Hilfsphase wurden die Bewohner beim Wiederaufbau ihrer Häuser und dem Neustart ihrer vom Tsunami zerstörten Geschäfte unterstützt, insbesondere kleine Fischereibetriebe. Dazu wurden mehrere hundert Fischernetze und andere Fischereiutensilien sowie Ziegelsteinmaschinen und Zement zur Verfügung gestellt.
Diese Hilfsgüter sind ausschließlich in Sri Lanka beschafft worden. Dort ist es oftmals schwierig, Hilfsgüter in das Land zu bringen, weil sich Behörden weigern, die Container abzufertigen oder weil es andere bürokratische Hemmnisse gibt. Außerdem unterstützen wir mit dem Kauf vor Ort auch den lokalen Handel und die einheimische Wirtschaft.
Nun (ab Mai 2005) läuft die nächste Unterstützungsphase, bei der nach Möglichkeiten für einen dauerhaften Verdienst und wirtschaftliche Selbständigkeit der Betroffenen gesucht wird. Außerdem müssen wir etwas für die vielen Waisenkinder tun, um ihnen den Verlust ihrer Familie und Eltern so erträglich wie möglich zu machen und ihnen eine Zukunft zu geben. Die lokalen Behörden gehen von etwa 12.000 Waisen durch die Flutkatastrophe aus.
Diese letzte Phase wird sicher noch einige Jahre in Anspruch nehmen.