



Transport von Hilfsgütern
Seit vielen Jahren unterstützt Gebende Hände den gefährlichen Transport von Hilfsgütern in den Südsudan. Mit der Hilfe von einheimischen Partnern werden immer wieder Hilfstransporte per LKW in die Regionen unternommen, in denen sich viele versprengte Flüchtlinge befinden. Dabei bringen wir nach Möglichkeit die notwendigsten Hilfsgüter immer dorthin, wo sonst kaum Hilfsorganisationen tätig sind.
Die Flüchtlinge, die sich in den Südsudan retten konnten, haben oft Furchtbares erlebt. Es sind Menschen, die mit ansehen mussten wie ihre Familienmitglieder massakriert, vergewaltigt oder entführt wurden. Sie hausen jetzt in Hütten aus Laub und Zweigen auf dem nackten Boden und haben keine Möglichkeit, sich mit Nahrungsmitteln zu versorgen.
Die Hilfseinsätze dorthin sind riskant, die Wege lang und kaum erschlossen. Auf dem Hilfsgütereinsatz wird alles mitgenommen, was man zum Überleben benötigt: Getreide (vor allem Mais und Sorghum), Saatgut, Behälter für Trinkwasser, Kochtöpfe, Hacken und Schaufeln für den Ackerbau, Moskitonetze, denn während der Regenzeit ist das Malariaproblem groß, Seife, Salz und medizinische Materialien.

Nach der Unabhängigkeitserklärung des Südsudans dürfen die Hilfstransporte noch nicht aufhören, denn es fehlt so gut wie an allem. Doch nun wird der Schwerpunkt darauf verlagert, dass die Menschen sich wieder Häuser aufbauen, Getreide und Gemüse anpflanzen und langsam wieder ein normales Leben führen können.
Die Flüchtlingsströme im Südsudan sind derzeit sehr groß. Das sind alles Menschen, die nichts zu essen haben. Kinder, die als Kindersoldaten von den Rebellen der "Lord's Resistance Army" missbraucht wurden, benötigen Hilfe auf allen Ebenen, um ihre Traumata zu verarbeiten. Auch werden wir die Bildungs- und Ausbildungsarbeit weiterhin unterstützen.